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07.08.2019 - Wüste Gobi, Wandernomaden mit Enduros

Freitag, 09 August 2019 geschrieben von

Endlich! Nachdem wir an drei Tagen vor der chinesischen Botschaft in Ulan Bator zusammengerechnet ca. 15 Stunden in der Schlange vor dem Eingang warten mussten, steht es nun fest: Wir können unser chinesisches Visum in fünf Tagen abholen. Wir hatten viel im Vorfeld über die chinesische Botschaft in Ulan Bator gelesen, aber dass es so schwierig sein würde, hatten wir uns nicht ausgemalt. Wer glaubt, dass man in Deutschland viele bürokratische Hürden überwinden muss, dem sei gesagt: Es geht immer schlimmer, zum Beispiel in Ulan Bator. Für die Reiseinteressierten unter euch verlinke ich euch hier einen Blogbeitrag, der diesen absurden Prozess zusammenfasst.

Da wir nun eine knappe weitere Woche in der Mongolei warten mussten, entschlossen wir uns das Land näher zu erkunden. Wir wollten herausfinden, wie die typischen mongolischen Nomaden in ihren Jurten leben und buchten spontan eine Tour in die Wüste Gobi. Wir erzählten unseren Tourguides von unserem Simson Projekt, von unserer Reise und von den Videos, die wir von den einzelnen Ländern machten und handelten einen kleinen Deal aus:

Wir bekamen einen sehr günstigen Preis und im Gegenzug filmten wir die gesamte Tour und erstellten im Anschluss einen kleinen Trailer für die Tour Agency. Dieses Video ist nicht auf 2RadGeber zu sehen, ich habe es euch trotzdem einmal hier verlinkt.

Unsere Tourguides zeigten uns die schönsten Ecken zum Filmen und an den besonderen Filmkulissen konnten wir anhalten und uns genug Zeit lassen, um ein paar besondere Eindrücke aus der Wüste auf Film festzuhalten.

Und davon gab es auf der Tour eine ganze Menge: Einsame Landschaften, einzigartige Sonnenauf- und Untergänge, sowie besondere Einblicke in das Leben der mongolischen Nomaden. Mit einem alten UAZ 2260 (robuste russische Technik) fuhren wir durch die Wüste Gobi und besuchten einige Freunde und Verwandte der Tourguides. Dabei durften wir nicht nur am traditionellen Essen teilhaben, sondern lernten auch eine Menge über die Alltagsaufgaben der Nomaden: Ziegen & Kamele melken, Käse machen, Seile flechten, Leder gerben… Im Nomadenalltag gibt es eine ganze Menge zu tun!

Auf die Frage, ob man in der Mongolei Simson Mopeds kenne, bekamen wir stets die gleiche Antwort: „Nein.“ Unser Tourguide erzählte uns jedoch, dass er vor langer Zeit eine MZ besaß und schwärmte von der Power dieser deutschen Motorräder.

Nach der Wüstentour erwartete uns dann der Augenblick der Wahrheit: Ein letztes Mal standen wir in der Schlange vor der chinesischen Botschaft und hofften darauf, dass uns das Visum endlich ausgestellt wurde. Trotz Einhaltung aller Regeln kommt es hin und wieder vor, dass der Antrag in letzter Sekunde augenscheinlich grundlos abgelehnt wird. Eine Gruppe Franzosen vor uns in der Schlange ereilte genau dieses Schicksal. Wir hatten jedoch Glück und hielten kurze Zeit später unsere Einreisegenehmigung nach China in den Händen.

Noch am selben Tag erkundigten wir uns nach den nächsten freien Tickets für die Zugfahrt nach Peking. Hier sitzen wir nun im Zug und sind nur noch wenige Kilometer vor der chinesischen Grenze entfernt. So langsam rückt unser großes Reiseziel Vietnam näher. Wir sind gespannt und freuen uns auf dieses Land - Es wird Zeit, dass wir mal wieder ein paar Simson Fahrzeuge sichten.

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1 Kommentar
Hannes Peth

Freitag, 09 August 2019 16:55

Ich verfolge deine Videos seit Jahren habe mit deiner Hilfe mehrere Simsons wieder zum Leben erweckt. Ich finde den weg den du gehst einfach prima mach weiter so Gruß Hannes