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18.06.2019 - Durch die Karpaten bis nach Istanbul

Sonntag, 16 Juni 2019 geschrieben von
Nachdem wir die Donau per Fähre überquert haben, setzten wir unsere Reise in Rumänien fort. Über Felder und durch kleine Dörfer ging es mit dem Bulli und der Schwalbe geradewegs nach Sibiu/Hermannstadt, wo wir uns mit dem deutsch-rumänischen YouTuber Jonathan getroffen haben. Da sich im 12. Jahrhundert sächsische Siedler in der Stadt niedergelassen haben, leben heute immer noch einige Deutsche im rumänischen Siebenbürgen. Obwohl Jonathan gerade mitten in den Abi-Prüfungen war, hat er sich Zeit für uns genommen, um uns seine Heimatstadt zu zeigen und um zusammen ein paar Videoaufnahmen zu sammeln. Wir fuhren auf die bekannte Transfogarascher Hochstraße (Transfăgărășan) im Fagaras-Gebirge. Ein Teil der Strecke war zwar aufgrund der Schneemassen noch gesperrt, mit dem Moped war die Sperre allerdings kein Problem. Wir hoben die Schwalbe über die Absperrung und fuhren die Serpentinen weiter hinauf, bis wir nach einer Kurve plötzlich vor einer riesigen Schneewand standen, hinter der es dann tatsächlich nicht mehr weiter ging. Da Jonathan einen YouTube Channel hat (Ionitech), auf dem er sehr professionelle Technik-Videos hochlädt, konnten wir uns bei den Drohne-Aufnahmen und beim Videoschnitt eine ganze Menge abschauen und dazulernen. Das Ergebnis seht ihr im neuen Video ;).
 
In den letzten Tagen hatten wir außerdem Kontakt zu Timo aufgenommen, der zusammen mit einem Kumpel nur mit der Simson bis nach Kirgistan fahren möchte. Kurzerhand entschlossen wir uns, die Jungs in Istanbul zu treffen und sie von dort aus einen Teil der Strecke zu begleiten. Wir durchquerten Rumänien bis zum Donaudelta und fuhren anschließend wieder in Richtung Süden nach Bulgarien. An einer bulgarischen Tankstelle sahen wir zufällig noch eine rote S51 Enduro herumstehen, die dem Tankwart gehörte. Nach einer kurzen Testfahrt und mit einer neuen Ladung Gemisch in der Schwalbe ging es dann weiter bis zur türkischen Grenze. Der Grenzübertritt war in unserem Fall etwas komplizierter, da eine einzige Person nicht zwei Fahrzeuge (Auto und Moped) einführen darf. Ich musste an der Grenze also mehrere Formulare ausfüllen, ein Fahrzeug offiziell an meine Freundin überschreiben und eine Zusatzversicherung (85 €) abschließen. Tja, was man nicht alles tut...
Direkt nach dem Grenzübertritt wurden wir allerdings schon wieder mit schönen Straßen und einer tollen Landschaft belohnt.
 
Je näher wir der Stadt Istanbul kamen, desto chaotischer wurde der Verkehr. Dennoch bahnten wir uns mit dem Bulli einen Weg mitten in die Stadt und erhielten kurz vorher einen erneuten Anruf von Timo: "Bei meinem Hinterrad sind schon wieder die Speichen gebrochen. Insgesamt haben wir schon 12 Speichen gewechselt..."
Nach kurzer Überlegung fiel uns ein, dass wir den beiden mit einer Felge von der Stalbe aushelfen können. Mit dem Ersatzrad im Gepäck machten wir uns auf den Weg durch die Innenstadt von Istanbul.
 
 

 

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