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28.04.2019 - Slowenien, kein Moped weit und breit...

Sonntag, 28 April 2019 geschrieben von

Nach unserem spontanen Besuch bei Martin in Österreich waren wir ganz guter Dinge, dass wir in den nächsten Reiseländern jemanden finden würden, der entweder eine Simson fährt, oder aber zumindest schon einmal davon gehört hatte. Doch Slowenien belehrte uns schon bald eines Besseren...

Wir entschieden uns in Österreich dazu, die Reise in Richtung Südosten fortzusetzen. So fuhren wir über den Loiblpass über die Karawanken nach Slowenien. Eine echte Herausforderung, sowohl für unseren Bulli, als auch für die Schwalbe. Im ersten Gang quälten sich beide Fahrzeuge Meter für Meter den Berg hinauf. Auf direktem Weg folgten wir der Straße Richtung Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens. Mit gerade einmal 290.000 Einwohnern ist die Stadt sehr überschaubar und definitiv einen Besuch wert. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch zu keinem Simsonfahrer Kontakt aufgenommen hatten, erhofften wir uns in der Hauptstadt zumindest ein paar Kontaktadressen oder alte Werkstätten zu finden, denen der Name Simson kein Fremdbegriff ist. Fehlanzeige: Jede Person, der wir unsere Simson zeigten, schüttelte mit dem Kopf und verwies uns höchstens auf die Marke Tomos.
Spätestens als wir auch in Ljubljana am Straßenrand ein Tomos Mofa sahen, mussten wir der Sache einmal näher auf den Grund gehen.

Tomos steht für Tovarna Motornih Vozil (Fabrik für Motor-Fahrzeuge).
Auch heute werden in Slowenien noch Mofas und Mopeds dieser Marke hergestellt und die Designs orientierten sich damals wie heute an den österreichischen Puch Fahrzeugen. Zu den bekannteren Fahrzeugen gehören der Tomos Colibri, Tomos Classic oder aber ein Ableger des bekannten Französischen Citroen 2CV (Ente)

Uns wurde klar, dass Simson nicht viele Fahrzeuge an Jugoslawien (Heute Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzogowina, Montenegro und Nordmazedonien) exportiert haben konnte. Wir wollten aber dennoch nicht aufgeben und stöberten auf einer slowenischen Ebay-ähnlichen Internetseite nach Simson Anzeigen. Aber auch hier hatten wir keinen Erfolg. Zwar gab es einige Verkäufer, jedoch immer nur sehr nahe der ungarischen Grenze. Ich glaube zwar, dass sich bestimmt auch die ein oder andere Simson nach Slowenien verirrt hat, jedoch konnten wir sie bei unserem kurzen Besuch in dem Land nicht ausfindig machen. Wir entschieden uns also unsere Reise weiter nach Kroatien fortzusetzen, um dort die Suche wieder aufzunehmen.

Obwohl wir nicht eine einzige Simson finden konnten, würden wir trotzdem jederzeit wieder nach Slowenien reisen. Die bergige und grüne Landschaft, die wirklich schöne Hauptstadt und die vielen kleinen Straßen lassen das Simson Reiseherz trotzdem höher schlagen :)

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1 Kommentar
Henry

Montag, 29 April 2019 07:03

Das ist ja schade, aber schön das ihr den Aufenthalt in Slowenien trotzdem genossen habt. Ich drücke euch fest die Daumen das ihr in Kroatien wieder fündig werdet.
Viele Grüße Henry